Saitenspannung und der Einfluss auf das Instrument, neue Larsen Magnacore® Arioso

Wichtig in der Tiefe ist vor allem die Abstimmung des Saitendrucks auf den Gegendruck des Instrumentes. Dabei gibt es einige wichtige Faktoren beim Bau des Instrumentes. Da wären angefangen beim Material die Holzauswahl, die Form der Wölbungen, der Saitenwinkel über dem Steg, die Steghöhe, Höhenunterschiede zwischen den Saiten, Bassbalken und Position der Stimme um nur einige zu nennen.

Die Saite muss die Steifigkeit des Korpus überwinden um eine möglichst freie Schwingung zu erzeugen. Die Decke in Unterstützung mit dem Bassbalken funktioniert wie eine Feder, bei zu wenig Druck, bleibt die Schwingung klein, man kommt nicht „in die Saite“ (das Gefühl der Bogen wird abgewiesen) Bei zuviel Druck ist die Auslenkung der Decke schon zu goß, die Schwingung kann auch nur in einer kleinen Amplitude stattfinden. Analog dazu die Vorstellung einer Federung beim Auto. Ist zuviel  Gewicht im Auto, federt das Auto nicht mehr, wäre die Feder zu stark, würde die Federung ebenso wenig funktionieren, das Gewicht würde nicht ausreichen um die Feder zusammenzudrücken.
Hier gibt es jetzt verschiedene Möglichkeiten, entweder man muss den Druck mittels Saiten regulieren, oder man muss die Feder (den Bassbalken) entsprechend verändern.

IMGP1174

Meine Erfahrung ist, vor allem auch bei Celli, dass häufig mit deutlich zuviel Druck gearbeitet wird. Hier kann ich wärmstens die Magnacore® Arioso Saiten von Larsen empfehlen, die trotz ihrer geringeren Spannung das Instrument sehr gut zum Schwingen anregen. Bei  abnehmender Spannung und ansonsten unveränderter Parameter,  muss das Gewicht der Saite abnehmen um dennnoch die Tonhöhe konstant zu halten. Jetzt muss die Saite trotzdem noch in der Lage sein, über den Steg, die Decke zu möglichst großen Schwingungen zu animieren. Ein schwierig zu überbrückender Gegensatz, der hier sehr gut geglückt ist.

Die neuen Larsen Magnacore® Arioso C und G-Saiten sind hervorragende, kräftig und dennoch rund klingende Saiten. Streichinstrumente benötigen den richtigen Druck gegen den eigenen Wiederstand. Häufig wird mit zuviel Druck die allgemeine Schwingungsfähigkeit des Instrumentes beeinträchtigt. Die neuen G und C-Saiten sind hier eine hervorragende Möglichkeit mit weniger Spannung einen wunderschönen, großen und edlen Ton zu erzeugen. Gerade auch die hohen Saiten gewinnen durch die geringere Spannung viel Freiheit und Größe im Ton.

 

Weitere Themen und Kategorien auf meiner Seite: Geigenbauer in Düsseldorf, Cellobauer, Geigenbau Rheine, Geigenbau Lingen.